Moderierte Selbsthilfegruppen

Manche Erfahrungen lassen sich mit Menschen, die Ähnliches erleben oder erlebt haben, auf eine besondere Weise teilen. Vieles muss nicht erst lange erklärt werden, weil andere manche Fragen, Sorgen, Konflikte und auch ziemlich erfolglose Lösungsversuche aus ihrem eigenen Leben kennen.

Genau dafür sollen die moderierten Selbsthilfegruppen einen verlässlichen Rahmen bieten.

Hier können Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und vielleicht Möglichkeiten kennenlernen, auf die sie alleine noch nicht gekommen sind.

Die Gruppen werden von einer Kollegin und mir gemeinsam moderiert.

Austausch auf Augenhöhe

Im Mittelpunkt stehen die Menschen in der Gruppe und ihre Erfahrungen.

Was hat geholfen? Was hat nicht geholfen? Was hätte man gerne früher gewusst? Wie gehen andere mit einer Situation um, für die es vielleicht gerade keine einfache Lösung gibt? Und manchmal ist es vielleicht auch einfach wichtig zu erleben, dass andere bestimmte Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen können.

Auch wir bringen unsere Kenntnisse, Erfahrungen, Gedanken und mögliche Lösungswege ein. Nicht als die richtige Antwort, sondern als zusätzliche Möglichkeiten.

Denn etwas, das für einen Menschen hilfreich war, muss für einen anderen noch lange nicht passen.

Eine Selbsthilfegruppe lebt nicht davon, dass einer weiß, wie es geht. Sie lebt davon, dass unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen.

Was Moderation dabei bedeutet

Selbsthilfe bedeutet für uns nicht, eine Gruppe einfach sich selbst zu überlassen.

Unsere Aufgabe als Moderatoren ist es, für einen verlässlichen Rahmen zu sorgen, den Austausch im Blick zu behalten und darauf zu achten, dass möglichst alle ihren Platz in der Gruppe finden können.

Wenn ein Gespräch festfährt, einzelne Stimmen sehr viel Raum einnehmen oder persönliche Grenzen überschritten werden, greifen wir ein und moderieren.

Gleichzeitig möchten wir nicht über der Gruppe stehen. Auch unsere Erfahrungen, Kenntnisse und Gedanken dürfen einfließen – sie haben aber nicht automatisch mehr Gewicht als die Erfahrungen der anderen Teilnehmer.

Der Rahmen

Damit persönlicher und offener Austausch möglich wird, braucht es Vertrauen.

Was innerhalb der Gruppe über andere Menschen erfahren wird, bleibt vertraulich und wird nicht nach außen getragen.

Jeder entscheidet selbst, was er von sich erzählen möchte. Niemand muss etwas Persönliches berichten, nur weil andere es tun.

Unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Lösungswege dürfen nebeneinander bestehen. Niemand muss einen anderen von seiner Sicht überzeugen und niemand muss einen Rat annehmen, nur weil dieser für jemand anderen hilfreich war.

Es darf gefragt, nachgedacht, widersprochen, gelacht und auch einmal nichts gesagt werden.

Geplante Gruppen

Zunächst sind zwei voneinander unabhängige Gruppen für Angehörige vorgesehen:

Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen

Eine Gruppe für Menschen, deren Leben durch die Suchterkrankung eines nahestehenden Menschen mit beeinflusst wird.

Dabei kann es um Belastungen und Konflikte ebenso gehen wie um Hilflosigkeit, Verantwortung, Grenzen oder schwierige Entscheidungen. Und natürlich um die Frage, wie andere Angehörige mit ähnlichen Situationen umgehen.

Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Eine eigene Gruppe für Menschen, deren Leben durch die psychische Erkrankung eines nahestehenden Menschen mit beeinflusst wird.

Hier können Erfahrungen, Fragen und Belastungen Raum bekommen, die für Außenstehende manchmal nur schwer nachvollziehbar sind.

Weitere Gruppen können nach und nach entstehen. Denkbar sind beispielsweise Gruppen für Menschen, die Schwierigkeiten mit der Regulation ihrer Gefühle und Reaktionen erleben, oder für Menschen, die mit größeren Veränderungen und neuen Lebenssituationen zurechtkommen müssen.

Wie eine Gruppe entsteht

Die Gruppen sollen in Krefeld und Mönchengladbach angeboten werden.

Welche Gruppe an welchem Standort beginnt und in welchem Rhythmus sie stattfindet, richtet sich auch danach, wo sich genügend Interessierte zusammenfinden.

Wenn Sie grundsätzlich Interesse an einer der Gruppen haben, können Sie sich deshalb bereits bei uns melden. Eine Interessensbekundung ist noch keine verbindliche Anmeldung.

Sobald sich genügend Interessierte für eine Gruppe und einen Standort gefunden haben, können die konkreten Termine abgesprochen werden.

Teilnahmebeitrag

Die Gruppen sind als kostenpflichtiges Angebot geplant. Wie hoch der Teilnahmebeitrag sein wird, steht derzeit noch nicht fest.

Uns ist wichtig, die Kosten so zu gestalten, dass die Gruppen verlässlich durchgeführt werden können und die Teilnahme gleichzeitig für möglichst viele Menschen bezahlbar bleibt.

Die genaue Preisgestaltung wird hier veröffentlicht, sobald die ersten Gruppen konkret geplant werden.

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