Aufstellungstage
Eine systemische Aufstellung bietet die Möglichkeit, ein persönliches Anliegen einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Dabei wird das, was Sie beschäftigt, nicht nur besprochen, sondern im Raum dargestellt und dadurch auf eine andere Weise erlebbar.
Das kann besonders interessant sein, wenn Sie über ein Thema schon viel nachgedacht haben, sich trotzdem im Kreis drehen oder einfach neugierig darauf sind, einmal einen anderen Zugang auszuprobieren.
Sie brauchen dafür keine Vorkenntnisse und müssen auch nicht genau wissen, was hinter Ihrem Anliegen steckt. Es reicht, wenn es etwas gibt, das Sie gerne näher betrachten möchten.
Worum es gehen kann
Die Themen, die Menschen zu einer Aufstellung mitbringen, können sehr unterschiedlich sein. Vielleicht beschäftigt Sie eine Beziehung, Sie stehen vor einer Entscheidung oder erleben eine Situation, die sich immer wieder ähnlich entwickelt. Vielleicht gibt es etwas aus Ihrer Vergangenheit, das Sie noch beschäftigt, oder Sie merken einfach: An dieser Stelle komme ich gerade nicht weiter.
In einer Aufstellung können wir uns ein solches Anliegen gemeinsam anschauen und ausprobieren, was sichtbar wird, wenn wir die gewohnte Perspektive einmal verlassen.
Dabei müssen wir nicht sofort eine Erklärung oder Lösung finden. Manchmal entsteht eine neue Sicht auf etwas, manchmal wird ein Zusammenhang verständlicher und manchmal zeigt sich einfach ein Gedanke oder Impuls, mit dem Sie anschließend weitergehen können.
Was davon für Sie hilfreich oder bedeutsam ist, entscheiden Sie selbst.
Mit eigenem Anliegen oder als Stellvertreter
Wer ein eigenes Anliegen aufstellen möchte, bringt ein Thema mit, das wir im Rahmen der Aufstellung betrachten. Zu Beginn besprechen wir gemeinsam, worum es geht und was für die Aufstellung wichtig sein könnte.
Dabei müssen Sie nicht Ihre gesamte Geschichte vor der Gruppe erzählen. Sie entscheiden selbst, was Sie von sich mitteilen möchten. Für die Aufstellung brauchen wir nur so viel, wie für die gemeinsame Arbeit notwendig und für Sie in Ordnung ist.
Anschließend können Personen aus der Gruppe stellvertretend für Menschen, Beziehungen, innere Anteile oder andere Aspekte des Anliegens ausgewählt und im Raum positioniert werden. Von dort aus entwickelt sich die weitere Arbeit Schritt für Schritt.
Auch eine Teilnahme ohne eigenes Anliegen ist möglich. Als Stellvertreter übernehmen Sie innerhalb einer Aufstellung eine Position und teilen mit, was Sie dort wahrnehmen.
Das können beispielsweise körperliche Empfindungen, Gefühle, Gedanken oder Impulse sein. Sie müssen dabei nichts spielen, darstellen oder besonders gut können. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Und selbstverständlich entscheiden Sie selbst, ob Sie eine angebotene Stellvertretung übernehmen möchten. Ein Nein braucht keine Begründung.
Wie ein Aufstellungstag abläuft
Zu Beginn nehmen wir uns Zeit zum Ankommen und für eine kurze Einführung. Dabei können offene Fragen geklärt werden, sodass jeder weiß, wie wir miteinander arbeiten und was ihn ungefähr erwartet.
Die Anliegen werden anschließend nacheinander aufgestellt. Vor jeder Aufstellung gibt es ein kurzes Gespräch mit der Person, die ihr Anliegen mitgebracht hat. Danach werden – je nach Thema und Vorgehen – Stellvertreter ausgewählt und im Raum positioniert.
Eine Aufstellung entwickelt sich nicht nach einem festen Drehbuch. Wie es weitergeht, ergibt sich Schritt für Schritt aus dem Verlauf der Aufstellung.
Nach jeder Aufstellung gibt es einen klaren Abschluss. Auch Pausen und Zeiten zum Durchatmen gehören zu einem solchen Tag dazu.
Niemand muss während des Tages ein eigenes Anliegen einbringen oder eine Stellvertretung übernehmen. Sie entscheiden jederzeit selbst, wie weit Sie sich beteiligen möchten.
Der Rahmen
Eine Aufstellung braucht einen Rahmen, in dem Menschen sich auf das Erleben einlassen können, ohne dabei über ihre eigenen Grenzen gehen zu müssen. Respekt, Freiwilligkeit und ein achtsamer Umgang miteinander sind deshalb wesentliche Bestandteile der gemeinsamen Arbeit.
Jeder entscheidet selbst, was er von sich zeigen oder mitteilen möchte. Auch während einer Aufstellung darf jederzeit innegehalten, nachgefragt oder eine Grenze gesetzt werden.
Was innerhalb der Gruppe persönlich geteilt oder während einer Aufstellung sichtbar wird, wird vertraulich behandelt.
Was dabei wahrgenommen wird, kann neue Gedanken und Sichtweisen anregen. Es ist aber nicht automatisch das, was ein anderer Mensch tatsächlich denkt oder fühlt.
Termine und Orte
Die nächsten Aufstellungstage sind für Oktober und November 2026 geplant.
Die Aufstellungstage finden jeweils von 11:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr statt.
Als Veranstaltungsorte kommen derzeit Grevenbroich, Kreuzau und Aachen in Frage. Die genauen Termine und der jeweilige Veranstaltungsort werden hier veröffentlicht, sobald sie feststehen.
Teilnahmebeitrag
Für die Aufstellung eines eigenen Anliegens beträgt der Teilnahmebeitrag 120 €.
Die Teilnahme als Stellvertreter ist auf Spendenbasis möglich. Wer etwas geben möchte, kann sich an 10–20 € orientieren. Dieser Betrag dient lediglich als Orientierung und ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.
