Begleitung für Angehörige
Wenn ein Mensch, der Ihnen nahesteht, psychisch erkrankt ist, eine Suchterkrankung entwickelt oder sich sein Verhalten stark verändert, betrifft das meistens auch das Leben der Menschen um ihn herum.
Sorge, Hilflosigkeit, Wut, Schuldgefühle oder Erschöpfung können dabei gleichzeitig vorhanden sein. Und oft entstehen viele Fragen: Was geschieht mit dem Menschen, der mir nahesteht? Was kann ich tun? Was hilft wirklich? Wo liegen meine Möglichkeiten – und wo meine Grenzen?
Verstehen kann entlasten
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit mit Angehörigen ist die Psychoedukation. Dabei geht es zunächst darum, bestimmte Verhaltensweisen besser zu verstehen. Gemeinsam schauen wir darauf, was möglicherweise dahintersteht und welchen Einfluss zum Beispiel psychische Erkrankungen, Sucht, Stress, Ängste oder die Beziehungen untereinander haben können.
Dieses Verständnis kann helfen, manches anders einzuordnen und neue Möglichkeiten im Umgang mit der Situation zu entdecken.
Dabei geht es aber auch um Sie selbst: Wie können Sie für einen Menschen da sein, der Ihnen wichtig ist, ohne sich selbst dabei aus dem Blick zu verlieren?
Wenn Beziehungen in schwierige Dynamiken geraten
Gerade bei Sucht und psychischen Erkrankungen können sich über längere Zeit Situationen entwickeln, die für alle Beteiligten belastend werden. Vielleicht übernehmen Sie immer mehr Verantwortung, versuchen Konflikte zu vermeiden, eigene Grenzen verschieben sich oder das Familienleben beginnt sich zunehmend um die Situation eines einzelnen Menschen zu drehen.
Auch schädliches Verhalten, gegenseitige Verletzungen und Täter-Opfer-Dynamiken dürfen dabei offen betrachtet werden. Verstehen bedeutet für mich auch hier nicht, etwas schönzureden oder Verantwortung aus dem Blick zu verlieren.
Mein systemischer Hintergrund hilft mir dabei, nicht nur auf einzelne Menschen zu schauen, sondern auch darauf, was zwischen ihnen geschieht und wie sie sich gegenseitig beeinflussen.
Sie dürfen auch für sich selbst kommen
Der Mensch, um den Sie sich sorgen, muss dafür weder an den Gesprächen teilnehmen noch selbst zu einer Veränderung bereit sein.
Die Begleitung richtet sich an Sie als Angehörigen. Es kann darum gehen, die Situation besser zu verstehen, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, Grenzen zu finden und Entscheidungen klarer treffen zu können.
Meine Begleitung richtet sich an Sie als Angehörigen. Eine heilkundliche Behandlung psychischer Erkrankungen oder Suchterkrankungen des betroffenen Menschen biete ich im Rahmen dieses Angebots nicht an.
Manchmal verändert sich durch einen anderen Umgang mit der Situation auch etwas im Miteinander. Das lässt sich weder erzwingen noch versprechen. Aber Sie können Einfluss darauf nehmen, wie Sie selbst mit der Situation umgehen.
Dauer der Zusammenarbeit
Wie lange eine Begleitung dauert, lässt sich auch hier nicht pauschal sagen. Sie entscheiden selbst, wie lange Sie die Gespräche als hilfreich oder notwendig empfinden.
Ich arbeite lösungsorientiert und verfahrensübergreifend. Dabei geht es darum, herauszufinden, was Ihnen in Ihrer konkreten Situation helfen kann – ohne die Erwartung, dass sich eine möglicherweise über Jahre entstandene und komplexe Situation innerhalb weniger Gespräche lösen muss.
Kosten
Eine Sitzung dauert 60 Minuten und kostet 70 €.
Für ein erstes Kennenlernen biete ich Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch von etwa 30–45 Minuten an. Sie können erzählen, worum es Ihnen geht, Fragen stellen und einen ersten Eindruck davon bekommen, ob Sie sich eine Zusammenarbeit mit mir vorstellen können.
