Über mich
Mein Name ist Udo Knepperges. Ich wurde 1969 im Rhein-Kreis Neuss geboren und habe dort meine Schulzeit verbracht. Die Suche nach einem tieferen Verständnis von mir selbst, von anderen Menschen und vom Leben begleitet mich seit meiner Jugend.
Nach meiner handwerklichen Ausbildung habe ich eine ganze Weile nach meinem Platz im Leben und in dieser Welt gesucht. Ich habe Unterschiedliches ausprobiert, Erfahrungen gesammelt und mich auf diesem Weg auch manches Mal verrannt. Rückblickend war davon nichts umsonst. Vieles hat meinen Blick auf Menschen und auf das Leben geprägt, und aus vielen dieser Erfahrungen kann ich heute noch etwas für meine Arbeit mitnehmen.
Später habe ich über 15 Jahre ein Tätowier- und Piercingstudio in Grevenbroich geleitet. In dieser Zeit hatte ich mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun und habe viele, auch sehr persönliche Gespräche geführt. Dabei wurde mir immer deutlicher, dass das, was wir von einem Menschen auf den ersten Blick sehen, oft nur wenig darüber sagt, was ihn tatsächlich beschäftigt, geprägt hat oder gerade in ihm vorgeht..
Auch in meinem eigenen Leben gab es Zeiten, in denen ich den Halt und die Orientierung weitgehend verloren hatte. Ich kenne deshalb nicht nur aus Büchern oder aus Gesprächen mit anderen, wie schwer es sein kann, wieder zur Ruhe zu kommen und sich selbst wieder deutlich näherzukommen. Dinge einzuordnen und Schritt für Schritt wieder handlungsfähiger zu werden, kann Zeit brauchen. Dabei habe auch ich Unterstützung gebraucht – und erfahren, wie wichtig es sein kann, nicht mit allem alleine bleiben zu müssen.
Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb es mir heute nicht schwerfällt, einem Menschen auch dann zugewandt zu bleiben, wenn er mir von etwas erzählt, das ihm unangenehm ist. Von einem Verhalten, das er selbst nicht versteht. Von einem Konflikt, bei dem etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Von Rückzug, Wut, Kontrollverlust oder etwas, für das er sich schämt.
Sie müssen mir nicht erst beweisen, dass Sie ein guter Mensch sind.
Ich weiß, dass es Momente geben kann, in denen wir uns selbst kaum wiedererkennen. Vielleicht wissen wir längst, wie wir eigentlich reagieren möchten. Wir haben darüber nachgedacht, uns etwas vorgenommen und es vielleicht sogar schon oft anders geschafft. Und trotzdem passiert es wieder.
Gerade dann finde ich die Frage wichtig, was eigentlich in uns geschehen ist.
Denn unser Verhalten kommt nicht aus dem Nichts. Was heute schwierig geworden ist, hat Zusammenhänge und eine Geschichte. Manche Reaktionen haben uns vielleicht einmal geschützt, andere haben wir gelernt oder entwickelt, manches ist in Beziehungen und unter bestimmten Lebensbedingungen entstanden. Und manchmal wissen wir zunächst überhaupt nicht, warum uns etwas immer wieder passiert.
Wir brauchen nicht für alles sofort eine Erklärung.
Aber wir können anfangen hinzuschauen.
Dabei kann sich zeigen, dass etwas, das einmal zu unserem Leben gehörte oder hilfreich war, heute längst nicht mehr zu der Situation passt, in der wir uns befinden. Und genau das kann in bestimmten Momenten wieder sehr schnell die Oberhand gewinnen. Der Kopf weiß vielleicht längst, dass heute etwas anderes möglich wäre – und dennoch reagiert etwas in uns, bevor wir überhaupt dazu kommen, eine bewusste Entscheidung zu treffen.
Genau an dieser Stelle reicht mir die Frage nach dem Denken allein nicht mehr.
Was in uns geschieht, spielt sich nicht nur im Kopf ab. Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen beeinflussen einander. Manchmal verändert ein neuer Gedanke etwas. Manchmal braucht der Körper zunächst Ruhe oder Aufmerksamkeit. Und manchmal wird erst in einer Begegnung sichtbar, was wir alleine nicht erkennen konnten.
Für mich gibt es deshalb nicht den einen richtigen Weg, mit dem sich ein Mensch erklären lässt.
Mich interessiert vielmehr, was bei Ihnen geschieht – und was Ihnen helfen kann, wieder etwas mehr Raum zwischen einer Reaktion und dem eigenen Handeln zu bekommen.
Darin liegt für mich etwas sehr Wichtiges: Freiheit. Die Freiheit, wieder eine Wahl zu haben, die sich für Sie richtig anfühlt – im Augenblick und auch mit ihren Folgen.
Die Vorstellung, irgendwann jede Reaktion vollkommen kontrollieren zu können, ist kaum erreichbar. Wir bleiben Menschen. Aber vielleicht bemerken wir etwas früher, was gerade geschieht. Vielleicht können wir einen Moment länger bleiben, bevor wir reagieren. Vielleicht entdecken wir irgendwann eine Möglichkeit, die vorher nicht erreichbar war. Und jeder noch so kleine Schritt kann vieles schon leichter machen und mehr Lebensqualität mit sich bringen.
Aus einem Automatismus kann wieder eine Entscheidung werden.
Und trotzdem möchte ich an dieser Stelle etwas nicht aus dem Blick verlieren.
Unser Verhalten hat Gründe. Diese zu verstehen kann uns helfen, auch schwierigen Seiten an uns selbst anders zu begegnen. Verstehen bedeutet für mich aber nicht, alles zu entschuldigen.
Wenn unser Verhalten uns selbst oder andere immer wieder verletzt oder schädigt, gehört für mich auch die Bereitschaft dazu, hinzuschauen und sich mit der Möglichkeit von Veränderung auseinanderzusetzen.
Verstehen und Verantwortung schließen sich für mich nicht aus.
Vielleicht beginnt Veränderung manchmal genau dort: nicht mehr gegen sich selbst kämpfen zu müssen und trotzdem Verantwortung für das zu übernehmen, was heute in den eigenen Händen liegt.
Dabei möchte ich Ihnen nicht sagen, welcher Mensch Sie werden sollen.
Ich habe meine eigenen Werte, Erfahrungen und eine eigene Vorstellung davon, was für mich im Leben trägt. Ich kann etwas ansprechen, wenn ich wahrnehme, dass ein wichtiger Zusammenhang vielleicht noch keinen Platz bekommen hat. Aber meine Sicht muss nicht Ihre werden.
Viel interessanter finde ich die Frage, was für Sie selbst stimmig ist.
Etwas zu verstehen bedeutet noch nicht automatisch, dass es sich auch richtig anfühlt. Wir können mit dem Kopf wissen, dass heute keine Gefahr besteht, dass wir nicht versagt haben oder dass wir uns nicht schämen müssen – und trotzdem reagiert etwas in uns ganz anders.
Für mich wird eine Haltung erst dann wirklich hilfreich, wenn sie nicht nur als Gedanke vorhanden ist, sondern wir sie auch fühlen können. Vielleicht gehört auch das für mich zu Heilung: dass unser Wissen und unser inneres Erleben wieder näher zusammenkommen.
Nicht alles, was in uns verletzt wurde, ist deshalb eine Krankheit. Wir können Erfahrungen gemacht haben, die Spuren hinterlassen. Wir können Vertrauen verlieren, uns schämen, an uns zweifeln oder lange etwas mit uns tragen, ohne dass dafür eine Diagnose notwendig ist.
Und trotzdem darf sich etwas verändern.
Auch ohne eine psychische Erkrankung zu entwickeln, können Erfahrungen Verletzungen und Spuren hinterlassen, die Heilung brauchen.
Ich kann Ihnen nicht versprechen, wohin unsere gemeinsame Arbeit führt. Das möchte ich auch nicht. Aber ich kann Ihnen mit Interesse, meiner Erfahrung und meinem fachlichen Wissen begegnen und gemeinsam mit Ihnen herausfinden, was sich verstehen, verändern oder vielleicht neu erleben lässt.
Im Laufe der Zeit habe ich dabei auch etwas über mich selbst gelernt, das heute ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist:
Ich kann mich rausnehmen, ohne mich zu verlieren.
Ich kann mich auf einen Menschen einlassen und trotzdem unterscheiden, was zu mir und was zu ihm gehört. Ich muss meine Werte nicht ablegen, aber ich muss sie auch nicht zu seinen machen. Und wenn ich etwas wahrnehme, das mir wichtig erscheint, kann ich es ansprechen und anschließend bei meinem Gegenüber lassen.
Methoden und fachliches Wissen helfen mir dabei. Aber sie sind für mich Werkzeuge, nicht die Begegnung selbst.
Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich künstliche Intelligenz mit großem Interesse nutze und gleichzeitig ihre Grenzen sehe. KI hat mir bei vielem geholfen – auch beim Aufbau dieser Website, bei der Gestaltung, bei technischen Fragen und dabei, Gedanken zu sortieren.
Aber je mehr ich sie nutze, desto deutlicher wird mir auch, was an der Begegnung zwischen Menschen nicht ersetzt werden kann.
Wir können einander nicht nur Informationen geben. Wir können aufeinander reagieren, miteinander etwas aushalten, uns emotional berühren lassen und Verbindung erleben.
Für die Art, wie ich Menschen begleiten möchte, gehört genau das dazu.
Für meinen Weg zu arbeiten bedeutet für mich, das Leben mitzubringen.
Meine fachliche Grundlage
Dass ich aus meinem eigenen Leben Erfahrungen mitbringe und mich seit vielen Jahren für Menschen interessiere, reicht für mich nicht aus, um andere professionell zu begleiten. Dazu gehört für mich auch eine fundierte fachliche Grundlage.
Ich bin geprüfter Psychologischer Berater mit einer 456-stündigen Grundausbildung an der Paracelsus Heilpraktikerschule.
Darauf aufbauend habe ich eine Ausbildung zum Systemischen Coach abgeschlossen sowie eine zweijährige Weiterbildung in moderner Verhaltenstherapie.
Ergänzend habe ich mich in der systemischen Aufstellungsarbeit und dem Systembrett weiterqualifiziert und eine Ausbildung in EMDR-basierten Methoden absolviert (nicht heilkundlich und nicht im Rahmen einer Psychotherapie).
Und ich lerne weiter. Nicht nur durch Fort- und Weiterbildungen, sondern auch dadurch, eigene Sichtweisen immer wieder infrage stellen zu können.
Mehr über die Methoden & Verfahren
Zusammenarbeit
Am Ende können weder dieser Text noch meine Ausbildungsnachweise beantworten, ob Sie sich eine Zusammenarbeit mit mir vorstellen können.
Das lässt sich besser in einer Begegnung herausfinden.
Deshalb biete ich ein unverbindliches Erstgespräch von etwa 30–45 Minuten an. Sie können mir erzählen, was Sie zu mir führt, Fragen stellen und einen Eindruck davon bekommen, wie ich arbeite. Und wir können beide schauen, ob es passt.
Offenheit, Ehrlichkeit, Transparenz und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe gehören für mich dazu.
Schweigepflicht ist für mich selbstverständlich.
